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EUROPA
GALANTE

23.12.2010

Villazón, DiDonato, Damrau, Genaux, Jaroussky u.a., Europa Galante, Fabio Biondi

Herkules auf Amazonenjagd,  eine brennende Flotte und heiße Liebesaffären: Darum geht’s in der Oper „Ercole“, und mit ihr brach in Rom 1723 die ganz große Vivaldi-Mode aus. Das Publikum bis hin zum Papst höchstselbst war hingerissen vom „neuen“, packenden, bravourösen Stil des venezianischen Meisters. Doch erhalten sind nur wenige Stücke. Den bisher überzeugendsten Rekonstruktionsversuch legt nun der Geiger, Dirigent und Barockexperte Fabio Biondi vor. Vivaldi hatte im „Ercole“ viele eigene Opernhits recycelt, und so hört sich das Ganze wie ein Sampler mit den schönsten Arien des Meisters an – die Rezitative hat Biondi in Vivaldi-Manier ergänzt. Die Einspielung ist auch deshalb ein Juwel, weil Biondi ein brillantes Sänger-ensemble um sich scharen konnte. Vivica Genaux glänzt als glutvolle Amazonenkönigin, und Philippe Jaroussky, derzeit wohl bester Countertenor, singt als Alceste eine wunderbar zarte, schmachtende Liebesklage. Hochkarätige Stimmen wie die von Joyce DiDonato (Ippolita) und Diana Damrau (Martesia) werten die Produktion vollends auf, ja sogar Startenor Rolando Villazón zeigt barocke Stilsicherheit. Fabio Biondis perfekt ausgepegeltes Orchester Europa Galante geht derart federnd, beschwingt und gefühlvoll zur Sache, dass bei 144 Minuten Dauer keine Sekunde Langeweile aufkommt. Ein Vivaldi-Gipfeltreffen. Eine Sternstunde.

Concerti

Frontiera Settimanale

La “Ferrari della musica barocca italiana”, questa una delle definizioni che la stampa internazionale ha coniato per Europa Galante, tra le formazioni più importanti al mondo, che ieri sera all’Auditorium Varrone ha entusiasmato il pubblico. Fabio Biondi, violinista e direttore del gruppo, ha introdotto le composizioni con discorsività e grande competenza, introducendo a esecuzioni esemplari per stile, energia ritmica, brillantezza

Interviste

Desde que era pequeño he creído que si se toca música de Bach es difícil volver a otros compositores, porque tiene una perfección y una belleza que mortifica a los otros por su universalidad. Cuando tocamos obras de Bach queda claro que se trata de una estructura absolutamente perfecta y por eso, cuando vuelves a la música italiana lo haces con una sonrisa. Te deja desarrollar más tu personalidad como intérprete o tu virtuosismo.